Liebe Freundinnen und Freunde,
wir erleben eine besorgniserregende Verschärfung der Rhetorik. Zunehmend ist eine Militarisierung von Sprache und Denken erkennbar – in der Leitpresse, im deutschen Fernsehen und bei Politikern der Regierungskoalition. Verschärfte Sprache wirkt als Eskalationsinstrument, das in Bedrohungssituationen der Vergangenheit naheliegenderweise stets zu weiterer Spannung geführt hat. Zunehmend entsteht der Eindruck, dass genau dies beabsichtigt ist.
Gerade deshalb ist es jetzt besonders wichtig, das Geschehen sorgfältig zu prüfen. Wir sprechen über verschiedene Ereignisse: Die belarussisch-russischen Manöver, den Einschlag von Drohnen auf polnischem Staatsgebiet und mögliche Luftraumverletzungen durch russische Kampfflugzeuge. In den folgenden Links findet Ihr dazu weiterführende Informationen:
- Berliner Zeitung: Drohnen in Polen – Was am 9. und 10. September wirklich geschah (28. September 2025)
- ntv: Oberst a.D. Richter zu den mutmaßlichen Grenzprovokationen Russlands auf NATO-Gebiet (25. September 2025)
- Hajo Funke: Abenteuerliche Hysterie auch eine Woche nach dem Ende des SAPAS-Manövers (22. September 2025)
Ein wichtiger Beitrag zur Mäßigung sind die Friedenskundgebungen am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart. Die SPD muss am 3. Oktober sichtbar sein, und außerdem könnt Ihr sowohl Ralf Stegner als auch Lothar Binding sichtbare und hörbare Unterstützung leisten – nicht aus Nachgiebigkeit oder illusionärem Pazifismus, sondern aus historischer Erfahrung, klarem Verstand und strategischer Weitsicht. Frieden entsteht nicht durch Verzicht, sondern durch Stärke, die den Raum für Dialog öffnet. Nur die Sozialdemokratie verfügt über das institutionelle Gedächtnis und die begriffliche Klarheit, Sicherheit so zu gestalten, dass sie dauerhaft trägt – heute und in Zukunft.
Im Kanzleramt, wo Willy Brandt einst mit Weitsicht und strategischem Machtaufbau die Entspannungspolitik prägte, ist von diesem Geist heute wenig zu spüren. Dabei erinnert sein Vermächtnis daran: Wahre Stärke beruht auf innerer Überzeugung, nicht auf nervöser Provokation. Diese Haltung ist keineswegs überholt – sie war es, die der SPD in der Vergangenheit ihre größten Wahlerfolge bescherte.
Kommt also zahlreich. Weiterführende Informationen zum 3. Oktober findet Ihr hier:
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Und wie immer finden sich weitergehende Informationen auch in Bluesky, auf LinkedIn, dem Blog der Republik oder auf anderen Webseiten, denen wir folgen: Willy-Brandt-Kreis, Entspannungspolitik Jetzt!, Mehr Diplomatie wagen, Atomkrieg aus Versehen, Bund für Soziale Verteidigung, Johannes-Rau-Gesellschaft, Nie wieder Krieg, DL21.
Herzliche Grüße,
Erhard-Eppler-Kreis “Frieden 2.0”
Axel Fersen info@erhard-eppler-kreis.de
Vorsitzende: Dr. h.c. Gernot Erler, Dr. Ralf Stegner



