Clemens Ronnefeldt (Internationaler Versöhnungsbund)

In einem Interview der Süddeutschen Zeitung am 10.2.2016 sagte Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier:

„Ich bin oft fassungslos, in welchem Maße die ohnehin knappe Ressource Vernunft aus der Welt verschwunden ist. Und wie von vielen Seiten die Axt angelegt wird an ein Ordnungsmodell, das sich die Staaten dieser Welt aus der Erfahrung von zwei Weltkriegen gegeben haben“.

Der Aufruf „Die Spirale der Gewalt beenden – für eine neue Friedens- und Entspannungspolitik jetzt!“ ist nach meiner Beobachtung der derzeit breitest unterstützte und relevanteste friedenspolitische Ansatz, um aus der bereits gefährlich nach oben geschraubten West-Ost-Konfrontation einen deeskalierenden Ausweg zu finden.

„Das Schlüsselwort unseres Jahrhunderts heißt Zusammenarbeit.  Kein globales Problem ist durch Konfrontation oder durch den Einsatz militärischer Macht zu lösen“.

Diese Erkenntnis, die von breiten Bevölkerungskreisen weltweit mitgetragen und unterstützt wird, auch in politisches Handeln umzusetzen, erfordert eine Herkules-Aufgabe, der sich die Initiative stellt.

Der Aufruf „Die Spirale der Gewalt beenden“ hat das Potential, sofern er zügig Verbreitung und weitere Unterstützer/innen findet, zu einem Meilenstein für ein neues, entspannteres Ost-West-Verhältnis zu werden – und damit zu einem Meilenstein für den Welt-Frieden.

Clemens Ronnefeldt, Dipl.-Theol, Referent für Friedensfragen beim deutschen Zweig des Internationalen Versöhnungsbundes