ELN-Bericht: Kann Zusammenstoß zwischen Westen und Russland verhindert werden?

ELN veröffentlichte am 27. März 2017 einen aktuellen Bericht über Gefahr der militärischen Eskalation zwischen NATO und Russland und Möglichkeiten zur Vermeidung bzw. Entschärfung künftiger Krisen. ELN-Mitbegründer Ian Kearns und sein Kollege Thomas Frear schreiben in ihrem Arbeitspapier:

In den letzten zwei Jahren haben sich die Beziehungen zwischen Russland und dem Westen in den gefährlichsten Zustand seit dem Ende des Kalten Krieges entwickelt. Vorwürfe wie der der russischen Cyber-Interferenz in den jüngsten US-Wahlkampf, um Donald Trump zum Wahlsieg zu verhelfen, sind nur das letzte Anzeichen dafür, wie schlimm die Situation ist. Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass die Beziehungen bereits in einer schwerste Krisen sind, und dass  — trotz Ungewissheit darüber, wie Präsident Trump sich in Beziehungen zu Präsident Putin nähern wird, sich die Krise möglicherweise bald weiter verschlimmern wird.

Dieser Bericht stellt die Frage, wie die beiden Seiten diese Verschlimmerung am besten verhindern können, während sie gleichzeitig ihre Interessen verteidigen. Er fragt, wie ein effektiverer Ansatz zu Krisenvermeidung und -management aussehen könnte, insbesondere da mit den Ereignissen in der gemeinsamen Nachbarschaft in Osteuropa zusammenhängt. Unter „gemeinsamer Nachbarschaft“ verstehen wir – im Einklang mit der vorherrschenden EU-Typologie – sechs postsowjetische Länder zwischen der erweiterten EU, der NATO und Russland: Weißrussland, Ukraine, Moldawien, Georgien, Armenien und Aserbaidschan.

Defusing future crises in the shared neighbourhood: Can a clash between the West and Russia be prevented?

weitere ELN-Berichte:

20. März 2017 — Bringing Europe back into the arms control game, von Łukasz Kulesa

11. November 2016 — Managing Hazardous Incidents in the Euro-Atlantic Area: A New Plan of Action, von Łukasz KulesaThomas Frear und Denitsa Raynova.